Die Macht unserer Gedanken

Eine junge Frau streckt im Sonnenschein und Blätterregen ihre Arme in den Himmel

Ununterbrochen dreht sich das Gedankenkarussell in unserem Kopf. Wer fährt mit?

Kummer? Sorgen? Angst?

Oder Freude? Hoffnung? Liebe?

Rund 18 Stunden des Tages erleben wir bewusst und können unser Denken bestimmen. Wir haben also genug Potential, um uns positiv zu stimmen.

Bewusst affirmativ formulierte Gedanken können uns dabei helfen, unsere Ziele und Wünsche zu erreichen. Unsere Gedanken beeinflussen unser Handeln und Fühlen. Es wird sogar angenommen, dass sie noch viel mehr steuern, wie z.B. biologische und chemische Prozesse in unserem Körper.

Die Tendenz unseres Gehirns, sich auf die Probleme und Gefahren des Lebens zu fokussieren, macht diese noch größer als sie sind. Wir konzentrieren uns darauf, rücken sie ins Zentrum unseres Bewusstseins und beeinflussen unser Verhalten.

Halte das Karussell an und verabschiede dich vom Negativen und lass das Positive einsteigen!

Starte mit Affirmationen – kraftvolle Sätze, die du immer wieder wiederholen kannst. Doch wie setzt sich eine Affirmation zusammen und wie formulierst du sie richtig?

  • Sie drückt ein klares, optimistisches Ziel aus.
  • Verneinungen sind tabu. Beispiel: statt „Ich esse keine Süßigkeiten mehr.“ formuliere „Ich ernähre mich gesund und ausgewogen.“
  • Kurz und konkret. Beispiel: „Ich nehme mir jeden Tag 20 Minuten Zeit für meine Haut- und Haarpflege.“
  • Sie ist in der Gegenwart formuliert. Beispiel: „Ich bin gut gelaunt.“
  • Sie ist entschlossen und offensiv. Wörter wie „sollte“, „könnte“, „würde“ weglassen. Stattdessen „Ich mache…“
  • Habe Spaß – deine Affirmation darf witzig oder gereimt sein. Dein Unterbewusstsein liebt „Kindliches“.

Zudem darfst du dich mit deinem Satz vollkommen identifizieren. Du sollst ihn gerne denken und aussprechen.

  • Binde deinen neuen Leitsatz in deine täglichen Gewohnheiten ein. Morgens damit aufstehen, abends damit Schlafengehen.
  • Habe Geduld! Auch wenn sich die Affirmation zu Beginn wie eine Lüge anfühlt, wirst du nach und nach immer mehr daran glauben und kommst so deinem Ziel näher. Laut einer Langzeitstudie von Psychologe Anders Ericsson an der Berliner Hochschule für Musik mussten die besten Violinisten etwa 10.000 Übungsstunden absolvieren, um Spitzenleistungen zu erzielen. Also bleib dran und wiederhole den Satz oder die Sätze mehrmals pro Tag.
  • Nutze deine Sinne! Erstelle dir z.B. ein Video mit den schönsten Bildern und Liedern, die deinen Affirmationen entsprechen.
  • Sprich deinen neuen Glaubenssatz laut aus und schreibe ihn auf.
  • Umgib dich mit guten Gedanken. Lege oder klebe dir kleine Zettel mit deinem Spruch an Orte, wo du häufig bist. Zum Beispiel im Badezimmer auf dem Spiegel, in der Küche, etc. Oder male Symbole, die dich daran erinnern, z.B. auf deine Handyhülle, als Bildschirm-Hintergrund, auf einen Kissenbezug am Sofa, usw.

Es braucht vor allem Zeit und Konsequenz, um die eingefahrenen Denkmuster zu ändern. Das Gehirn ist bis ins hohe Alter sehr flexibel – du brauchst Geduld und regelmäßige Übung. Wie einen Muskel kannst du dein Gehirn mit dem richtigen Training und etwas Ausdauer zu einem positiven Gedankenkarussell wandeln.

Welche Affirmationen wirst du also ab sofort in deinen Alltag einbauen?

 

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