Muttertag: Die Geschichte eines Festtages

Eine Mutter und ihre beiden Töchter halten sich inmitten der Natur an den Händen

Der zweite Sonntag im Mai ist für tausende Mütter etwas ganz Besonderes. Frühstück im Bett, ein Gedicht, Blumen, ein gebasteltes Geschenk, ein selbstgemachter Kuchen, Zeit mit der Familie – kurz: Es ist Muttertag. 2024 fällt er auf den 12. Mai. 1914 wurde er zum ersten Mal offiziell begangen. Die Idee, Mütter an einem speziellen Tag zu ehren, geht jedoch viel weiter zurück. Im alten Griechenland etwa wurde Rhea, die Göttin der Erde und Fruchtbarkeit, bei so manchen Festen und Ritualen gewürdigt. Unter König Heinrich III. gab es im mittelalterlichen England einen „Mothering Day“, der ursprünglich „Mutter Kirche“ gewidmet war. Später hatten Knechte und Mägde frei, um ihrer Mutter einen kurzen Besuch abzustatten. Der Muttertag, der heutzutage gefeiert wird, ist allerdings eine amerikanische Erfindung aus dem 19. und 20. Jahrhundert. Damals hatte man jedoch eine etwas andere Vision für diesen Tag…

Dem „Mother’s Day“ zum Durchbruch verhalfen drei US-Amerikanerinnen: Ann Maria Reeves Jarvis, ihre Tochter Anna Marie Jarvis sowie Julia Ward Howe. Etwa ab den 1850ern stellte Ann Maria Reeves Jarvis, die Ehefrau eines Pastors, ihr Leben in den Dienst der Wohltätigkeit. Sie setzte sich vor allem für Mütter ein und bot Gesundheits- sowie Hygienekurse an, um der hohen Säuglings- und Kindersterblichkeitsrate den Kampf anzusagen. Auch der „Mother’s Day Works Club“, den Ann Maria Reeves Jarvis 1858 einführte, hatte zum Ziel, die soziale Situation von Arbeiterfamilien zu verbessern. Gleichzeitig träumte sie von einem Ehrentag für Mütter, den sie selbst jedoch nicht mehr erleben sollte. Ann Maria Reeves Jarvis verstarb am 9. Mai 1905.

Drei Frauen, zwei Zugänge, eine Idee

Schon ein paar Jahre zuvor, 1870, hatte die Schriftstellerin Julia Ward Howe die sogenannte „Mother’s Day Proclamation“ veröffentlicht, da auch sie einen besonderen Tag für Mütter erwirken wollte. Ihr Hintergrund war jedoch ein anderer als der von Ann Maria Reeves Jarvis. Julia Ward Howe dachte an einen Protesttag gegen den Krieg, weil zu viele Mütter ihre Söhne und zu viele Frauen ihre Männer – etwa bei Kampfhandlungen während des Amerikanischen Bürgerkrieges zwischen den Nord- und Südstaaten von 1861 bis 1865 – verloren hatten. Im Rahmen eines Rates sollten sich daher Mütter aller Nationalitäten zusammensetzen und gemeinsam darüber beraten, wie man dauerhaften Weltfrieden erreichen könnte.

Zurück zur Familie Jarvis. Anna Marie Jarvis, die Tochter von Ann Maria Reeves Jarvis, wollte den Wunsch ihrer verstorbenen Mutter erfüllen und sich um einen Ehrentag für Mütter bemühen. Anlässliche ihres zweiten Todestages organisierte sie einen kleinen Gedenkgottesdienst in ihrer Kirche in Grafton (West Virginia) und verband ihn mit einem „Memorial Mother’s Day Meeting“. Bei der Feier verteilte Anna Marie Jarvis 500 weiße Nelken an andere Mütter. Denn weiße Nelken waren die Lieblingsblumen von Ann Maria Reeves Jarvis. Im nächsten Jahr gab es in derselben Kirche eine Andacht zu Ehren aller Mütter. Da der zweite Sonntag im Mai dem Sterbetag von Ann Maria Reeves Jarvis im Nachhinein am nächsten kommt (der 9. Mai 1905 war der zweite Dienstag im Monat), wird der Muttertag an diesem Wochenende gefeiert.

Als Anna Marie Jarvis den Muttertag wieder abschaffen wollte

Die Idee eines Ehrentages für Mütter fand rasch viel Anklang und verbreitete sich in den USA in Windeseile. Anna Marie Jarvis setzte sich darüber hinaus in Zeitungen und Briefen an Politiker dafür ein. Schließlich erreichte die Bewegung die wichtigsten Regierungskreise und der damalige US-Präsident Woodrow Wilson erklärte den Muttertag 1914 zum Feiertag in den USA. Eigentlich sollte man meinen, dass Anna Marie Jarvis damit ihr großes Ziel erreicht hatte und glücklich war, doch das war sie nicht. Im Gegenteil: Sie wollte den „Mother’s Day“ um jeden Preis wieder abschaffen und nahm dafür sogar einen Gefängnisaufenthalt in Kauf.

Doch der Reihe nach. Mit der Zeit sprang der Handel (Blumengeschäfte, Süßwarenhersteller, Grußkartenproduzenten etc.) auf den Muttertag auf und kommerzialisierte ihn. Gewinn wurde immer wichtiger und genau diese Gier nach Umsatz zerstörte den Ehrentag für Mütter in den Augen von Anna Marie Jarvis. Sie fand, dass materielle Geschenke wie Blumen, Schokolade oder Karten den Leistungen der Mütter nicht gerecht werden konnten und rief in den 1920ern dazu auf, Blumenhändler zu boykottieren. Anna Marie Jarvis begann sogar, Events zum „Mother’s Day“ zu stören, was ihr jedoch nichts außer einer kurzzeitigen Verhaftung einbrachte. Auch über Unterschriftenkampagnen versuchte sie, die Abschaffung des Muttertages zu erreichen, doch das gelang ihr bekanntermaßen nicht. „Das ist das Paradoxe in meinem Leben. Mein größter Erfolg ist auch meine größte Niederlage“, soll Anna Marie Jarvis gesagt haben. Am 24. November 1948 starb sie völlig verarmt in einem Sanatorium. Zusammen mit ihrer jüngeren Schwester Elsinore Lillian Jarvis hatte sie sämtliches Geld in der Bestrebung, den Muttertag wieder abzuschaffen, ausgegeben.

Zeit ist das größte Geschenk

Gute 30 Jahre vor ihrem Tod war die Verbreitung des Muttertages in die ganze Welt jedoch ohnehin nicht mehr aufzuhalten. Von England gelangte die Idee in die Schweiz (1917), nach Deutschland (1923), Österreich (1924) und in viele weitere Länder. Während der Zeit des Nationalsozialismus wurde der Muttertag von den Nationalsozialisten für ihre eigene Ideologie zweckentfremdet und als Propagandamittel genutzt. Aus ihm wurde der „Gedenk- und Ehrentag der deutschen Mütter“. Der dritte Sonntag im Mai wurde ein offizieller Feiertag, an dem Frauen mit besonders vielen Kindern ausgezeichnet wurden. Mit den ursprünglichen Gedanken von Ann Maria Reeves Jarvis, ihrer Tochter Anna Marie Jarvis oder auch dem Wunsch von Julia Ward Howe hatte das nichts mehr zu tun.

Ein Korb mit verschiedenen Produkten von CULUMNATURA steht im Grünen

Heute sieht der Muttertag wieder in etwa so aus wie in nach der Einführung 1914, wobei er sich natürlich weiterentwickelt hat. Blumen zu schenken, ist jedoch geblieben. Und auch, dass jede Blume ihre eigene Bedeutung hat. Sich Zeit für jemand anderen, besonders für die eigene Mama, zu nehmen, ist vielleicht sogar wichtiger denn je. Daher empfehlen wir ein gemeinsames Verwöhnprogramm. Du könntest deiner Mama zum Beispiel mit einer CulumNATURA Bürste, den Pflegebürsten und dem Massagehandschuh viele unbeschwerte und tiefenentspannende Momente bescheren und sie mit amorosa EAU DE TOILETTE in einen zauberhaften Duft hüllen. Oder wie wäre es mit facialis, einer angenehmen Gesichtsmaske für euch beide? Es gibt so viel, das ihr zusammen tun könntet. Lass‘ dir etwas Besonderes einfallen und genießt die Zeit miteinander! Denn das ist immer noch das Wichtigste.

In diesem Sinn: Alles Liebe zum Muttertag! ❤

 

Quellen:

https://www.br.de

https://www.geo.de

https://peacealliance.org

https://www.biorama.eu

Titelbild: silviarita (Pixabay)

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